Die Artikel sind chronologisch geordnet: Wie meist im Netz üblich erst der neueste, dann geht es weiter in die Vergangenheit.
(17.10.99)
Nachzulesen unter
http://www.kleine.co.at.
LB "Sehr zukunftsorientiert", 5. 10. Da ich selbst mit unseren Politikern nicht zufrieden bin, war ich schon fast gewillt Herrn Zehetner aus Graz zuzustimmen. Die lächerliche Behauptung aber, die Thörlerbahn sei die einzige touristische Attraktion in der Thörl-Aflenzer Gegend, ist eine Frechheit. Jede Jahr kommen viele tausende Menschen zu uns, um die herrliche Landschaft, klare Luft und unsere Gastfreundschaft zu genießen. Und die Gäste kamen schon zu uns, als es die Thörlerbahn noch gar nicht gab! Ich lade daher Herrn Zehetner ein zu uns auf Urlaub zu kommen, um sich von unseren touristischen Attraktionen zu überzugen. Unsere Berge, unsere Wälder, unsere Flüsse und Seen: Das sind nämlich Attraktionen, auf die wir mit Recht stolz sind!
Eveline Friedrich, Döllach
Frau Friedrich, da haben Sie nicht ganz unrecht! Die Gegend ist traumhaft schön! (Das habe ich auch bei meinen Fahrten mit der Bahn genossen und auch in meiner Seite beschrieben. Auch die Gastronomie ist in der Gegend Spitzenklasse, und die Gastfreundschaft über jeden Zweifel erhaben! Nur (!) das gilt flächendeckend für die ganze Steiermark. Es ist also nichts besonderes der Region (Wobei schon bemerkt werden muß dass es wirklich was besonderes ist, dass dieser hohe Standard in der Steiermark flächendeckend erfüllt wird!), aber die Bahn das ist etwas, das es woanders nicht gibt. Die Gäste kamen schon, als es die Bahn noch nicht gab, und, auch da gebe ich Ihnen recht, werden auch kommen wenn es die Bahn nicht mehr gibt. Aber es ändert nichts an der Tatsache, dass die Region eine Ihrer Hauptattraktionen und damit auch ein Technikdenkmal wegwirft, dass, richtig eingesetzt, neue Gäste bringen würde. Schade, aber offensichtlich nicht mehr zu ändern...
(9.10.99)
Und wieder muss ich die Kleine zitieren, diesmal mit zwei Leserbriefen, nachzulesen unter
http://www.kleine.co.at.
Liebe Kleine, vielen Dank im Namen der Thörler dafür, dass ich Ihre
Artikel hier bringen darf. Das muss auch mal gesagt werden!
(Zum Konkurs der Thörlerbahn vom 11. September)
Danke für Ihre Berichterstattung über die Thörlerbahn. Besonders gefreut hat mich der Artikel über
meine Internetaktivitäten. Auch wenn es wahrscheinlich nichts mehr bringen wird, möchte ich den
Kampf um die Bahn erst aufgeben, wenn die Schienen entfernt sind - und das mit einem
Abschlussfeuerwerk!
Oskar Sembach, www.bahn.sembach.de
Vielen Dank, dass Sie meine E-Mail gleich als Leserbrief veröffentlichten. Solche Freunde braucht man im (leider aussichtslosen) Kampf gegen die Windmühlenflügel der örtlichen Lokalpolitik.
Hiermit danke ich allen Politikern, die im Thörlgraben ihr Werk vollendet haben, für ihre weise,
zukunftsorientierte Arbeit auf dem Gebiet des Fremdenverkehrs. Mit ihren unverbindlichen Zusagen
haben sie erreicht, dass diese Region ihre einzige Attraktion, die Thörlerbahn, verloren hat und bald
touristisch bedeutungslos sein wird.
Dietmar Zehetner, Graz
Aber Herr Zehetner, soooo dürfen Sie das nicht sehen! Touristisch bewegt man
sich doch mit dem Radlweg voll im Trend! Und dann noch die Therme. Die haben dort schon
40 Grad heißes Wasser gefunden! Und wenn Sie noch tiefer graben (Geld
ist dafür doch genug da!) werden sie auch noch 41 Grad heißes finden.
Und dann hat die Region doch ausgesorgt und braucht das alte Gerümpel nicht mehr!
So sieht es aus! Ein leuchtenden Beispiel der touristischen Zukunft der Steiermark ist ja
schließlich in Anger zu bewundern (Man sieht es auch vom Nostalgiezug der Feistritztalbahn aus, den
sie dort vergessen hatten auszurotten!).
Äh, hoffen wir nur, dass es die Gäste auch so sehen...
(25.9.99)
Am 11. September gab es in der Kleinen Zeitung ein wahres Feuerwerk von 3 Artikeln
zur Thörlerbahn nachzulesen unter
http://www.kleine.co.at.
Liebe Kleine, ich hoffe auch diesmal auf die stillschweigende Genehmigung, die Artikel
in meine Seite übernehmen zu dürfen.(Es ist ja im Interesse der Thörler!)
VON ULF TOMASCHEK
Nun ist es amtlich: Die Thörlerbahn wird nicht mehr fahren - da kann auch kein Wunder mehr helfen. Hat doch Vereinsobmann Johann Pawlik vor wenigen Tagen den Konkursantrag beim Landesgericht Leoben eingebracht.
Notwendig wurde dieser Schritt, weil die Steiermärkische Sparkasse die Schulden in der Höhe von 2,4 Millionen Schilling (eine "Altlast" des früheren Vereinsvorstands) fällig gestellt hatte - ein Betrag, der vom derzeitigen Vorstand natürlich nicht aufgebracht werden kann.
"Wir wenden uns noch einmal an die Öffentlichkeit, da in diesem Sommer vielfach der Eindruck entstanden ist, dass wir nicht fahren wollen", sagt Obmann Pawlik. Vielmehr konnte der Verein nicht mehr fahren. Zwar gibt es ein sogenanntes Gestattungsübereinkommen mit den Steiermärkischen Landesbahnen, das die Weiterführung des Betriebes bis 31. Oktober dieses Jahres erlaubt - allerdings mit 14-tägiger Kündigungsfrist der Landesbahnen. Und dieses Risiko kann und will der Verein Thörlerbahn nicht eingehen. Pawlik: "Wir können doch nicht investieren ohne zu wissen, wie es weitergeht."
Frustrierend". "Frustrierend war für uns vor allem, dass unbezahlte Arbeit nichts wert ist", kritisiert Pawlik einmal mehr die kommunalen Politiker. Dabei habe der im Dezember 1996 neu gewählte Vorstand immer positiv gewirtschaftet. Noch wird sich der Verein nicht auflösen. Zumindest nicht, solange das Konkursverfahren läuft, betont Pawlik.
Für die Schulden in Höhe von 2,4 Millionen Schilling haften vier Personen, darunter auch zwei derzeitige Vorstandsmitglieder des Vereins Thörlerbahn. Ob in der Konkursmasse verwertbares Vermögen ist, wagt die Masseverwalterin, die Kapfenberger Rechtsanwältin Gudrun Petsch-Lindmayr, noch nicht zu beurteilen: "Da handelt es sich ja vorwiegend um Liebhaberstücke."
Anmerkung von mir: ... haften vier Personen... dabei handelt es sich aber nicht um reiche Rothschilds, sondern um Enthusiasten, die einfach zum Wohl der Bahn und auch der Region unterschrieben hatten und nun auch vor dem privaten finanziellen Ruin stehen! Aber ein Bürgermeister kann sehr wohl mit 4 Stimmen weniger auskommen... (leider).
Und als zweites:
Und nochmal die Kleine:
"Die Region scheint von Touristen, Urlaubern und ähnlichem genug zu haben", meint etwa Georg Schaller aus Wien. Gerhard Urban aus Heidenreichstein bemüht ein altes Wienerlied: "...waun da Heagod ned wueh, nutzt des goa nix." Und Walter Strubel aus Stuttgart behauptet, der Spaß auf der Bahn sei größer als auf dem (geplanten) Radweg - "vom Flair einer solchen Bahn ganz zu schweigen".
Danke, Kleine Zeitung für diesen Kommentar. Es hilft zwar auch nichts mehr - eher verrückt man den Schöckl, als den Kopf eines steirischen Lokalpolitikers - aber es tröstet doch, wenn bekannt gemacht wird, dass auch andere so denken wie ich! Fazit: Bitte schreibt gerade jetzt, wo die Internetadresse bekannt ist, viele Kommentare in die Seite!!! Ca. 700 Leser pro Monat meiner Seite warten darauf!
Euer Jeder (Oskar)
(Jeder ist dafür, Kainer ist dagegen - oh endschuldikung, ich hadde mich verdibbt.)
(4.9.99)
...ja leider scheint das Ende nicht mehr abzuwenden zu sein! In Thörl wurden die Bahnübergänge bereits mit Steuergeldern zuasphaltiert um Tatsachen zu schaffen, nicht bedenkend, dass die Betriebsgenehmigung noch bis Oktober läuft, und dass die Eisenbahnfreunde die Strecke noch brauchen um zumindest die Fahrzeuge nach Kapfenferg überzustellen... (Dann werden sie halt mit Steuergeldern wieder freigegratzt!)
Nein die Bahn ist gegen dem Willen der Lokalpolitiker nicht nicht mehr zu retten. Lieber hat man eine Kaltwassertherme. (S.h. Kleine Zeitung online), und dies obwohl sogar die Banken trotz der hohen Schulden, die nicht zuletzt durch die ausgefallene Saison 99 (Wer ist da wohl schuld...), schon sehr hoch sind, Entgegenkommen signalisiseren, wenn !!JA WENN!! irgend eine Aussicht besteht. Aber das wissen Keiner&Co schon zu verhindern. Dass Bürger der umliegenden Gemeinden Bürgschaften unterschrieben hatten, und nun finanziell bluten, interessiert irgendwelche reiche Bürgermeister nicht. - Wenn die so blöd sind... - (Zugegeben, in der Anfangszeit des Vereins wurden Fehler gemacht, aber wenn man ihn hätte weiterarbeiten lassen währe er aus eigenem Antrieb wieder auf die Füsse gekommen!)
Fazit: So wie es nun ausschaut, hat man es geschafft, den Verein und damit auch die Thörlerbahn erfolgreich kaputtzuverwalten - man ist halt an Tourismus nicht interessiert - und wenn nicht das Wunder vom Feistritztal passiert ist die Bahn Geschichte. (Zwischen Salzburg und...)
Erschwehrend kommt noch dazu, dass ich noch nie einen Steirischen Bürgermeister erlebt habe, der eine Entscheidung freiwillig korrigierte - geschweige einen Fehler zugab. Selbst wenn Keiner&Co einsehen würden, dass die Bahn sinnvoll sein könnte, sie würden es nie zugeben!
In diesem Sinne scheint die Sache gelaufen zu sein! Schade! Glücklicherweise gibt es noch andere Gegenden in der Steiermark...
Gruß, Ihr enttäuschter Mürztalfreund, Oskar
(9.8.99)
Wie geht es weiter? Nun man kann es so nennen: Es wird verzweifelt nach Lösungen gesucht - Um die Bahn etgültig verschwinden zu lassen!!!
In Thörl wurden inzwischen bei den Bahnübergängen die Schienen zuasphaltiert (Damit die Lastwagen nicht so laut sind), "Ihr fahrt ja eh nicht mehr". (Dafür mehr Lastwagen!)
Diese Nacht-und-Nebel-Aktion wurde offensichtlich von einem der örtlichen Kirchturmpolitiker iniziiert um möglichst schnell Tatsachen zu schaffen! (Solche Kleinigkeiten, dass auch ohne Betrieb eventuell interne Fahrten zum Streckenerhalt sinnvoll sind, stören ja nur!)
Muss ich das verstehen? Da gibt man Millionen aus um eine Therme zu bauen, um Touristen in die Gegend zu locken, und wirft gleichzeitig ein Touristisches Kleinod in den Müll! Sorry, da bin ich als Deutscher zu blöd!
Beispiele wie die Zillertal-, Feistritztal- oder Stainzerbahn, die dem Tourismus etliche Impulse brachten, gelten nicht. Eher Salzburg/Bad Ischl. Das ist eben Fortschritt...
Egal, ich werde demnächst meinen Steiermarkurlaub antreten, und zum ersten Mal seit Jahren das Mürztal nicht besuchen. Warum auch? Thermen gibt es in der Steiermark genug, und die sogar in der Nähe von wunderschönen Bahnstrecken!
O.K., selbst wenn ich mich als ewig gestriger Romantiker "geoutet" habe, wü,nsche ich Ihenen eine schöne Zeit in der Steiermark - Als Bahnliebhaber halt dort, wo man den Wert der Bahnen schon erkannt hat.
Euer (trauriger) Oskar
(17.7.99)
Hallo!
Ich hab mir gerade nochmal die Seiten über die Thörler Bahn angeschaut und
gesehen, die letzten Einträge sind noch aus dem Mai.
Daher meine Frage: Was ist denn nun eigentlich???
Alles hört sich so an, wie wenn die Bahn jetzt endgültig aufgegeben wird.
Daß kein Betrieb '99 stattfindet ist anscheinend klar, aber wie sieht es
sonst aus? Etwa Abbau der Bahnanlagen?!?
Ich hoffe doch nicht!
Doch leider ja! Zumindest, wenn es nach dem Willen der örtlichen Lokalpolitiker geht. Kainer (Oh Verzeihung, da habe ich mich vertippt: "Keiner") hat sein Ziel schon fast erreicht! Die Hoffnung der Vereinsmitglieder ist annähernd am Nullpunkt angekommen, die Situation - offen gesagt - beschissen!
Was kann man da noch tun? Ehrlich gesagt nicht viel! Aber vielleicht eines: Schreiben Sie Ihre Meinung zum Thema ins Diskussionsforum. Da passsiert noch viel zu wenig! Ca 700 Eisenbahnfreunde lesen es im Monat, aber nur ein oder zwei machen sich die Mühe, etwas zu schreiben. Schade...
(Noch ein Tip für Eisenbahnfreunde: Fahrt doch mit der Feistritztalbahn von Weiz nach Birkfeld! Und wenn euch der Weg von Afflenz oder Thörl dorthin zu weit ist, auch dort kann man sehr gut Urlaub machen! Schauen Sie doch mal auf meiner Stubenbergseite unter http://www.stubenbergsee.at nach.)
Ihr/Euer Oskar
(15.5.99)
Und nochmals ein Artikel der Kleinen Zeitung, nachzulesen unter
http://www.kleine.co.at.
Hiermit ein Dank an die Kleine, die groß genug ist, mir im Sinne der Thörler
zu erlauben, Ihre Artikel zu spiegeln. DANKE!!! (Es ist ja im Interesse der Thörler!)
Das klare Nein fiel den Vorstandsmitgliedern alles andere als leicht. "Aber der Verein kann diese Eskapaden nicht mehr durchstehen", brachte es Obmann Pawlik auf den Punkt. Mit den Eskapaden meinte er den nunmehr einjährigen Kampf des Vereins Thörlerbahn um eine Bewilligung, heuer fahren zu dürfen. Für Pawlik und seine Mitstreiter sind am - zumindest vorläufigen - Ende des Bahnbetriebs in erster Linie die Regionsverantwortlichen schuld. "Vor zwei Jahren bin ich gebeten worden, den Obmann zu machen. Meine größte Enttäuschung in dieser Zeit war die negative Haltung der Region zur Thörlerbahn. Politik und Fremdenverkehr begreifen offenbar nicht, welches Kleinod hier existiert", machte Pawlik aus seinem Herzen keine Mördergrube. "Der SPÖ-Abgeordnete Siegfried Schrittwieser hat von Anfang an gesagt: Wenn die Region dafür ist, kann man etwas machen." Das sei, so Pawlik, allerdings nicht geschehen. Als einziger Politiker der Region habe ÖVP-Bundesrat Peter Polleruhs die Initiative ergriffen. Pawlik: "Daß die Landesbahn als Eigentümer der Bahn-Infrastruktur wirtschaftlich kalkulieren muß, ist klar. Aber der politische Wille hätte das ändern können."
Der Verein sei verpflichtet, mit dem Bahnbetrieb aufzuhören. "Sonst wären wir fahrlässig", stellte Pawlik klar. Die Einstellung des Bahnbetriebs bedeutet nicht das Ende des Vereins. Und ganz ohne Hoffnung für die Zukunft sind die Vorstandsmitglieder auch nicht. Denn einerseits sei das Interesse der Fahrgäste weiterhin sehr groß, und andererseits "stehen wir weiter in den Startlöchern", meinte ein Vorstandsmitglied mit Blick in die nächste Saison: "Auch wenn ein Wunder geschehen müßte: Vielleicht gibt es im Jahr 2000 wieder einen Bahnbetrieb."
(15.5.99)
Aber nicht der Verein, nur der politische Wille kann die Thörlerbahn wiederbeleben. Ein klares Nein kam bisher ebenso wenig wie das rettende Ja, niemand wollte den Totengräber der Bahn abgeben.
Zur traurigen Gewißheit ist es nun geworden,/die Thörlerbahn ist endgültig gestorben,
schrieb ein Vorstandsmitglied unter dem Pseudonym Obelix in seinem gereimten Nachruf.
Und all die Mühe war für die Katz,/verschwunden ist der kostbare Schatz.
/Und all die Deppen, die da waren/und gerackert haben in den Jahren,/haben
für die, die die Bahn zu Tode loben,/billig das eigene Grab ausgehoben.
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
Ulf Tomaschek